Schwangerschaftsstreifen sind sichtbare Zeichen dafür, dass die Haut und das Gewebe überdehnt wurden. Diese sind identisch mit den so genannten Dehnungsstreifen, welche durch eine zu rasche Gewichtszunahme zum Beispiel durch exzessives Bodybuilding entstehen. Weitere auslösende Faktoren für Dehnungsstreifen sind unter anderem ein zu schnelles Wachstum und – wie der Name "Schwangerschaftsstreifen" schon sagt – eine Schwangerschaft. In den meisten Fällen zeigen sich die Makel an besonders stark belasteten Gewebezonen oder bei einem frühen Verlust der Hautelastizität.

 

Schwangerschaftsstreifen

Schwangerschaftsstreifen

 

Ursache – Wie entstehen Schwangerschaftsstreifen?

In der aus mehreren Schichten bestehenden Haut befindet sich die Dermis, die tiefere Hautschicht. In dieser wiederum sind elastische und kollagene Fasern (Kollagen – Strukturprotein des Bindegewebes) vorhanden, welche für die Elastizität und Straffheit der Haut zuständig sind. In den ersten Schwangerschaftsmonaten wird in der Dermis das Hautgewebe gelockert. Etwa ab dem dritten Monat beginnt langsam die Hautdehnung. Besonders ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat dehnt sich die Haut so stark, dass die Fasern in der tiefen Schicht geschädigt werden und reißen. An den Fasern entstehen in der Folge kleinere Risse, so genannte Mikroverletzungen. Insbesondere im letzten Drittel der Schwangerschaft treten viele dieser Risse gleichzeitig auf, welche nicht mehr abheilen. Die weitere Belastung durch Zunahme des Bauchumfanges führt folglich zum Faserriss, die Schwangerschaftsstreifen entstehen. Aufgrund des netzartigen Aufbaus sind bei dem Riss einer kollagenen Faser immer Fasergruppen betroffen. Der Vorgang vollzieht sich in den tieferen Hautschichten. Zudem wird während einer Schwangerschaft das Hormon Kortisol vermehrt ausgeschüttet und dafür verantwortlich gemacht, dass das Unterhautgewebe in dieser Zeit nicht mehr so elastisch ist und leichter reißt.

 

Verlauf und Aussehen der Schwangerschaftsstreifen

Am häufigsten finden sich die Hautveränderungen / Schwangerschaftsstreifen an den Problemzonen mit einem schwachen Bindegewebe, nämlich an den Brüsten, am Bauch, am Po und an den Oberschenkeln.

Die Schwangerschaftsstreifen sind am Bauch durch einen Verlauf von oben nach unten und parallel zueinander gekennzeichnet. Sie sind von der gesunden Haut durch längliche Streifen getrennt. Außerdem sind die Schwangerschaftsstreifen oft halbkreisförmig um den Bauchnabel gefächert.

Am Busen sind die Schwangerschaftsstreifen strahlenförmig zu den Brustwarzen hin angeordnet.

In der Regel sind die Streifen ein bis mehrere Zentimeter lang und weisen eine unebene Oberfläche auf. Zunächst entstehen rosa, anschließend rötlich-bläuliche, wellenförmige Streifen. Die Struktur des Gewebes ist im Allgemeinen dem Narbengewebe sehr ähnlich. Die Streifen verblassen in der Regel nach der Geburt und sind dann silbrig-weiß erkennbar.

Abschließend ist zu erwähnen, dass Schwangerschaftsstreifen lediglich ein ästhetisches Problem darstellen können. Sie sind gesundheitlich gesehen völlig ungefährlich.

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